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Von Behinderung Betroffene blicken auf die Bundestagswahl

STUTTGART (kobinet) Anlässlich der anstehenden Bundestagswahl hatte das Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart kürzlich eine politische Online -Diskussion via Zoom veranstaltet. Diesmal waren Bundestagskandidatinnen und Bundestagskandidaten eingeladen, die mit einer Behinderung leben. Gefolgt waren der Einladung allerdings nur drei Vertreter der Partei Bündnis 90 die Grünen.

Stephanie Aeffner aus Baden-Württemberg, Wiebke Richter aus Bayern und Nils Bollenbach aus Schleswig-Holstein legen sehr engagiert und prägnant ihre jeweiligen Beweggründe für ihre Bundestagskandidatur dar und diskutierten mit dem interessierten Online-Publikum und den Vertretern des ZsL Stuttgart, wie sie sich ihre künftige Arbeit im Parlament vorstellen und welche Schwerpunkte sie setzen möchten.

Daneben kamen auch noch aktuelle behindertenpolitische Themen, wie etwa der Stand der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den Bundesländern und die nach wie vor unzureichende Lösung bei der neuen Regelung der Assistenz für Menschen mit Behinderung im Krankenhaus, kurz zur Sprache. In der teils sehr humorvoll verlaufenden Gesprächsrunde wurde von allen teilnehmenden bedauert, dass es von Seiten der anderen derzeit im Bundestag vertretenen Parteien keine Menschen mit Behinderungen gibt, die sich solche eine erstmalige Kandidatur zutrauen. Umso mehr fand das Engagement der drei anwesenden Kandidaten viel Lob und Zustimmung verbunden mit der Hoffnung, mit ihnen ab dem kommenden Herbst als gewählten Parlamentariern den begonnenen Dialog in geeigneter Form weiterführen zu können.

Die Aufzeichnung der anderhalbstündigen Veranstaltung ist unter diesem Link anzusehen.

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